Putins Trollarmee

Meldung zum Hakenkreuz am 3. Advent auf meinem Briefkasten

Meldung zum Hakenkreuz am 3. Advent auf meinem Briefkasten für partteiische Beratungen inkl. knapper Vorgeschichte

Am Sonntag den 15.12.2019 entdeckte ich am Nachmittag etwa um 15 Uhr, als mein Besuch und ich spazieren gehen wollten, Schmierereien und ein Hakenkreuz auf meinem Briefkasten. Zum einen waren meine Aufkleber auf meinem Briefkasten »Keine Werbung« und »Keine Nazi-Post!« mit schwarzen mutmaßl. Filzstift oder Edding überkritzelt, ausserdem war unterhalb der Klappe meines Briefkastens ein Hakenkreuz(!) gekritzelt, zum anderen waren ein Pfeil in Richtung meines Namensschild gekritzelt und dazu geschrieben worden »In Poten T« vermutl. wollte der Täter / die Täterin »Impotent« schreiben.

Meine Klingel befindet sich links der Haustüre und mein Briefkasten befindet sich rechts der Haustüre.

Wir sind dann erst unseren kleinen Spaziergang gelaufen, auch damit ich mich beruhige über dieses neuerliche Ergeignis, was sich aus meiner Sicht gegen mich und meine öffentlich wahrnehmbare Einstellung (ich bin Maler und Blogger und stelle häufig auch Fragen im Stadtrat Göttingen und an Behörden) gegen Antisemitismus und Rassimusmus richtet und das am Briefkasten war auch nicht das erste mal. (2017 fand sich schon mal etwas auf meinem Briefkasten, das war ein großer Aufkleber »Volksverräter« von dem sich am selben Tag eine Bildaufnahme mit hämischen und niederträchtigen Kommentierungen – also Hetze – auf der mittlerweile aus dem Netz genommen Facebook-Seite des sogenannten »Freundeskreis Thüringen / Niedersachsen« fand, ergo die Facebook-Seite auf der auch der landesweit bekannte extrem Rechte und u.a. NPD-Landratskandidat Jens W. damals häufig seine Streams live-in-time stellte. Leider stellte die Staatsanwaltschaft Göttingen das Verfahren ein.).

Nachdem wir unsere Runde gelaufen waren und ich wieder etwas beruhigter war, dass war so kurz vor 15:30 Uhr, habe ich unter 110 die Polizei Göttingen verständigt, ihr mitgeteilt das sich auf meinem Briefkasten ein Hakenkreuz und Kritzeleien befinden. Die Polizei hat mich dann noch zwei mal telef. zurück gerufen und sich sehr besorgt und vertrauensbildend gegeben und mich um Geduld gebeten »da viel los sei, ist kein Wagen frei« (sinngmäßes Zitat des Beamten am Telefon).

Etwa um 18:20 Uhr sind dann ein Polizeibeamter und eine Polizeibeamtin da gewesen, haben bei mir geklingelt und haben dann, es war dann schon dunkel, den Briefkasten und die Schmiererei auf der Klingel in meinem Beisein fotografiert. Die Beamten wirkten eher erheitert, als mitfühlend, ein Beamter meinte »Sie haben wohl keine Freunde«, worauf ich entgegnete »Nicht in diesem Milleu.«

Nachbarn sagten mir das sie die Schmiererei schon einen Tag zuvor, also am Samstag Abend 14.12.2019 gesehen und fotografiert haben.

Am nächsten Morgen, also Montag 16.12.2019 habe ich vorsichtig mit Autopolitur das Hakenkreuz und die Schmiererei entfernt. Das dauerte etwa 30 Minuten.

Am gleichen Tag, also Sonntag den 15.12. war die Polizei schonmal da, ebenso am Freitag den 13.12.19, sie wurden wegen Ruhestörung eines Nachbarn gerufen, der uns Anwohner*innen seit mehr als einem Jahr »terroristisert« und auch schon gewalttätig gegen mich war und auch schon häufiger Eigentum des Vermieters der städtischen Wohnungsbau Göttingen beschädigt hat. Er schlägt und tritt dann die Haustüre ein. Das tat er auch wieder in der Nacht vom Montag den 16.12. auf Dienstag den 17.12. – er hat wieder die Haustüre und diesmal auch die Kellertüre eingeschlagen und sit ubekleidet herumgelaufen. Der Mann stört uns Nachts beim schlafen seit über einem Jahr und läuft unbekleidet durchs Treppenhaus – die Nachbars-Kinder auf meiner Etage haben Angst vor dem Mann.

Der Mann hat auch schon meine »Anti-Nazipost« Aufkleber abgerissen. Der Anwohner hat auch schon mehrere Einsätze der Feuerwehr ausgelöst, einmal in dem er starkt lösemittelhaltige Dämpfe im Haus versprühte – die Göttinger Feuerwehr musste darauf hin das Treppenhaus mit großen Lüftern durchblasen. Das war im August 2019. Das ist mit Bildern dokumentiert. Ich habe auch schon einen Gewaltschutzantrag beim Gericht gestellt, den hat die Richterin abgelehnt, wie sie auch die Kostenunterstützung abgelehnt hat. Die Kosten dafür wurden mir jetzt auferlegt. Die Polizei, Richter, Staatsanwälte und der Vermieter tun nichts probates gegen die Person. Der Richter der über seine Wohnsräumungsklage am Amtsgericht zu entscheiden hatte, hatte auch in einem anderen Verfahren beim Vormundschaftsgericht ihm einen Betreuer zugewiesen. Der Anwalt der ihn in der Wohnunsgräumngsklage vetrat, ist auch als sein Betreuer bestellt. Niemand hört uns Anwohner*innen an zu der Bedrohung – das ist alles sehr kafkaesk, niemand schützt uns – im Gegenteil.

Am meinem Wohnort, also direkt vor meinem Haus haben auch schon Neonazis mit Lautsprechern demonstriert, dass war am 13. März 2017 und am 18. März 2019, also im Abstand von 2 Jahren – beide male wurden die Demonstrationen von der BFE Göttingen und weiteren Beamten der Polizei Göttingen geschützt, Anwohner, also meine Nachbarn, konnten ihr Auto nicht wegfahren, ein Nachbar konnte deshalb seine Tochter nicht vom Kindergarten abholen. Weitere Nachbarn wurden beeinträchtig. Von der zweiten Demo der Nazis am 18. März 2019 gibt es einen Bericht im Göttinger Tageblatt mit dem Titel »Demonstration von Jens Wilke – 15 rechtsgerichtete Demonstranten in Göttingen«, weitere Berichte finden sich bei Antifaschist*innen strömungsübergreifend.

Ein Pastor einer evangelischen Gemeinde hat bei einem von den Nazidemos unabhängig stattfindenden Gospelabend auch eine Predigt vor 350 Leuten in seiner Kirche gehalten und erbeten, gegen Antisemitismus und Rassismus aufzustehen und mich zu stützen. Ich bin selbst keiner Konfesion anhängig, aber zu der Predigt bei der auch Gospellieder gesungen wurden war ich da – es war das erste mal das ich unter der Last der Ereignisse die seit über Jahren andauern weinen konnte! Der Pastor war wenige Tage zuvor bei mir und hat mir 2 Stunden seiner Zeit geschenkt und sich den Aufriss über mein bewegtes Leben angehört, und zugehört welche Wirkung der Hass der sich über mich ergießt entfaltet.

Eine schriftliche Datenauskunft bei der Polizei Göttingen via einen bekannten und renomierten Göttinger Anwalt der selbst vom Verfassungsschutz bespitzelt wurde ergab, dass mich der Staatsschutz (Fachkommisariat 4 aka Politische Polizei) als »linksextrem« und »PMKL« einstuft hat und auch jede Anzeige die von NeoNazis (insbesondere von dem »häßlichen Karpfen« Jens W.) gegen mich gestellt werden umgehend ins INPOL(neu) einträgt, eine direkte Dateneinsicht (kipitzen) am Windows 10 Client im Rahmen einer Betroffenen-Vernehmung im November hat das belegt. Das Gleiche beim niedersächischen Verfassungsschutz, die aber ihren Datensatz über mich sperren und dann löschen mussten. Dabei blogge ich nur, mache fast jährlich Kunst in unserem Cheltenhampark in Göttingen, stelle viele Fragen, schrieb Petitionen, gab und gebe dem Stadtrat Anregungen hinsichtlich Antisemitismus und ich male gegen Faschismus und Polizeiwillkür Bilder.

Eine unter dem Einfluss der Ereignisse entstandene Polemik inkl. des Sendeprotokolls der Strafanzeige als zitat habe ich gestern veröffentlicht http://hirtlitschka.de/2019/12/17/neue-eskalationsstufe-ein-hakenkreuz-auf-meinem-briefkasten-zum-3-advent-und-mein-besonderer-nachbar/ dort sind auch eine kleine Auswahl Bilder und ein Video der aktuellen Gewaltattacke gegen die Haustüre veröffentlicht.