MOTD

Message of the Day

 

4. Oktober 2016:

„Uneingeschränkte Toleranz führt mit Notwendigkeit zum Verschwinden der Toleranz. Denn wenn wir die unbeschränkte Toleranz sogar auf die Intoleranten ausdehnen, wenn wir nicht bereit sind, eine tolerante Gesellschaftsordnung gegen die Angriffe der Intoleranz zu verteidigen, dann werden die Toleranten vernichtet werden und die Toleranz mit ihnen.“ (Karl Popper)

5. Oktober 2016:

„Was wissen wir von den Menschen, die um uns sind, die wir heimlich beneiden, bespötteln, verachten, lieben und hassen? Wie mancher geht seinen Weg stolzen Hauptes und sicheren Blicks, – und die ihn umjubeln oder bekämpfen, ahnen nichts von seinen wachen Nächten voller Leid und Ungewissheit, voll banger Zweifel und jagender Angst …“ (Maria Regina Jünemann, Nachwort aus Die Anarchistin, Leipzig 1924)

6. Oktober 2016:

„Wer das Verhalten vieler Leute zu kontrollieren sucht, wirkt auf die Erfahrungen dieser Leute ein. Wenn Leute erst einmal dazu gebracht werden können, eine Situation ähnlich zu erfahren, kann man erwarten, daß sie sich auch ähnlich verhalten werden. Bring Leute dazu, dasselbe zu wollen, dasselbe zu hassen, dieselbe Bedrohung zu fühlen – dann ist ihr Verhalten bereits festgelegt, und du hast deine Konsumenten oder dein Kanonenfutter.“ (Ronald D. Laing, Phänomenologie der Erfahrung, Seite 86, 1969, edition suhrkamp)

7. Oktober 2016:

„Man kann sagen, dass der Faschismus der alten Kunst zu lügen gewissermaßen eine neue Variante hinzugefügt hat – die teuflischste Variante, die man sich denken kann – nämlich: das Wahrlügen.“ (Hannah Arendt)

8. Oktober 2016:

„Die Frage ist: Wie kann ein isolierter Gefangener den Justizbehörden zu erkennen geben, angenommen, dass er es wollte, dass er sein Verhalten geändert hat? Wie? Wie kann er das in einer Situation, in der bereits jede, absolut jede Lebensäußerung unterbunden ist? Ihm bleibt, das heißt, dem Gefangenen in der Isolation bleibt, um zu signalisieren, dass sich sein Verhalten geändert hat, überhaupt nur eine Möglichkeit, und das ist der Verrat. Eine andere Möglichkeit, sein Verhalten zu ändern, hat der isolierte Gefangene nicht. Das heißt, es gibt in der Isolation exakt zwei Möglichkeiten: Entweder Sie bringen einen Gefangenen zum Schweigen, das heißt, man stirbt daran, oder Sie bringen einen zum Reden. Und das ist das Geständnis und der Verrat. Das ist Folter, exakt Folter.“ (Ulrike Meinhof, 28.10.1975, 41. Verhandlungstag)

23. November 2016:

„None can love freedom heartily, but good men; the rest love not freedom, but licence.“

„Nur gute Menschen können die Freiheit wahrhaft lieben; die anderen lieben nicht die Freiheit, sondern die amtliche Genehmigung.“ (John Milton)

8. Dezember 2016:

The First Amendment gave us freedom of speech
So what you sayin’? It didn’t include me?
I like to party and have a good time
There’s nothin’ but pleasure written in our rhyme
I know you don’t think we’ll ever quit
We’ve got some people on our side who won’t take your lip
We’re gonna do all the things we wanna do
You can’t stand to see a brother get as rich as you
This is the 90s and we’re conin’ on h3
Sayin’ things and doin’ things that you’re sayin’s wrong
Wisen up, ’cause on Election Day,
We’ll see who’s banned in the U.S.A.!
(2 Live Crew – Banned in the U.S.A.; Studio album released July 1990)

11. December 2016:

„Politische Freiheit für jeden Menschen ist jene geistige Beruhigung, die aus der Überzeugung hervorgeht, die jedermann von seiner Sicherheit hat. Damit man diese Freiheit genieße, muss die Regierung so beschaffen sein, dass kein Mensch einen andern zu fürchten braucht.“
(Montesquieu – Schriftsteller, Philosoph und Staatstheoretiker 1689-1755)

9. Februar 2017:

„Wenn in diesem Land jemals ein Tyrann an die Macht käme, dann könnten die technologischen Möglichkeiten, die die Geheimdienste der Regierung bieten, ihr zugleich ermöglichen, uns eine totale Diktatur aufzuzwingen, und es gäbe dann keine Möglichkeit mehr dagegen zu kämpfen. Denn jedes noch so umsichtige Bemühen, sich im Widerstand zusammenzuschließen, egal wie konspirativ man dabei vorginge, könnte von der Regierung in Erfahrung gebracht werden. Das ist ein Abgrund, aus dem es kein Entrinnen gibt.“

(Frank Forrester Church, ehemals US-Senator, 1975)

16. April 2017:

„Die Unterdrückungstendenz gegen Sichtweisen und Gedanken anderer eint Neu-Rechte, manche Linke und die bildungsarme Mitte. Das Schmiermittel derer ist der Antisemitismus. Und wo sie zusammen stehen, nennen wir sie Querfront. Wenn man die Formel verkürzt heißt das: Sie sind geeint im Judenhass.“

(U. Eberhardt, geboren in Worms/Rhein am Todestag von Fritz Bauer.)

27. April 2017:

„Gehe nicht hinter mir, vielleicht führe ich nicht. Geh nicht vor mir, vielleicht folge ich nicht. Geh einfach neben mir und sei mein Freund.“

(Albert Camus; * 7. November 1913, Algerien; † 4. Januar 1960 Frankreich)

7. Mai 2017:

„Wenn der Hass feige wird, geht er maskiert in Gesellschaft und nennt sich Gerechtigkeit.“

(Arthur Schnitzler; 15. Mai 1862, † 21. Oktober 1931)

15. July 2017:

„Freiheit und Demokratie sind keine Sache, die man besitzt oder die sich als eine Gesellschaftsform einstellt und dann einfach so ohne Mühe bleibt. Freiheit und Demokratie müssen täglich verteidigt, mit Geduld den sozialen und wirtschaftlichen Bedürfnissen entsprechend veredelt und stetig dem modernen, vernunftbegabten Menschen angepasst werden, um ihm, dem Individuum an sich, ein sicheres Gefühl zu geben.“

(Ulrich Eberhardt; 15. July 2017; Göttingen; hirtlitschka.de für nichtmeinminister.de

25. July 2017:

„Wenn ich mir keine Ölfarbe mehr leisten kann, kaufe ich Wasserfarben. Wenn für Wasserfarben kein Geld mehr bleibt, bitte ich um Bleistifte. Wenn die Bleistifte ausgehen, man mich ins Gefängnis wirft, spuck ich mir auf den Finger, bemale die Wand.“

(Pablo Picasso *25. Oktober 1881 in Spanien; † 8. April 1973 in Frankreich)

4. August 2017:

„Repression ist, Strafe ohne Gesetz, Strafe ohne Urteil. Sie ist Willkür der Staatsgewalt, um die eigene Fehlleistung zu kaschieren.“

(Heyoka aka Ulrich Eberhardt, Göttingen)

27. Oktober 2017:

„Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Die glaubt niemand.“

(Max Frisch; * 15. Mai 1911; † 4. April 1991)

10. April 2018:

„Das Leben in dieser Gesellschaft ist ein einziger Stumpfsinn, kein Aspekt der Gesellschaft vermag die Frau zu interessieren, daher bleibt den aufgeklärten, verantwortungsbewussten und abenteuerlustigen Frauen nichts anderes übrig, als die Regierung zu stürzen, das Geldsystem abzuschaffen, die umfassende Automation einzuführen und das männliche Geschlecht zu vernichten.“

(Valerie Solanas; Aus SCUM Manifesto zitiert; * 9. April 1936, † 26. April 1988)

4. July 2018:

„Der Öffentlichkeitsgrundsatz ist zumindest im Strafverfahren als grundlegende Einrichtung des Rechtsstaats anzusehen. Wer der Öffentlichkeit mit abschreckenden Maßnahmen bei einem Prozess begegnet, beschädigt den Rechtsstaat und destruiert damit die freiheitlich demokratische Grundordnung.“

(Ulrich Eberhardt; 4. July 2018; Göttingen; für nichtmeinminister.de)

26. August 2018:

»Die Unsterblichkeit verdient man sich nicht durch sein Werk allein. Es gehört auch die menschliche Würde dazu, das Werk mit reiner Hand der Nachwelt zu übergeben.«

(Arno Widmann exzerpiert aus Erich Mühsams Tagebüchern.)

10. Dezember 2018:

»Wenn ich mir keine Ölfarbe mehr leisten kann, kaufe ich Wasserfarben. Wenn für Wasserfarben kein Geld mehr da ist, bitte ich um Bleistifte. Und wenn die Bleistifte ausgehen oder man mich ins Gefängnis steckt, spucke ich mir auf den Finger und bemale die Wand.«

(Pablo Picasso, spanischer Maler, Grafiker und Bildhauer.)

24. Januar 2019:

»Wenn Sozialisten zum Machterhalt die Bevölkerung aushungern und auf sie schießen lassen, dann sind sie keine. Es gibt einen Begriff dafür, man nennt sie Mörder und wenn es vielfach geschieht, nennt man sie Massenmörder.«

(U. Eberhardt, Göttingen, Januar 2019)

7. Februar 2019:

»Dokumentierter und kommentierter Hass ist immer noch Hass.«

(U. Eberhardt, Göttingen, Februar 2019)

27. Februar 2019:

»Wo man einen Gordischen Knoten nicht zerschlagen kann, zündet man dieses Verbindungsseil zwischen Wagen und Zugtieren an, so teilt man in schwierigen Momenten die Gewalten, die sich jeglicher Kontrolle entzogen haben.«

(hirtlitschka aka U. Eberhardt, Februar 2019; Anmerkung: MOTD ist unter dem Eindruck entstanden, das in der Obhut von Polizeibeamten in NRW 14 Terrabyte Beweise zu Kinderpornografie beseitigt wurden und der verantwortliche Innenminister lediglich Verlautbarungspolitik betreibt und von Versagen spricht. Wir reden hier von Verbrechen und den Vorsätzen dazu, nicht von Versagen.)

3. März 2019:

»Das Leben ist wie Fahrrad fahren. Um die Balance zu halten, musst du in Bewegung bleiben.«

(Albert Einstein am 5. Februar 1930 in einem Brief an seinen Sohn Eduard)

18. März 2019:

»Aber es gibt Menschen, die lassen nicht locker. Sie provozieren und beleidigen ihn und setzen alles daran, ihn zu verärgern. In solchen Augenblicken sagt sein Herz: ›Kümmere dich nicht um diese Beleidigungen, sie werden deine Geschicklichkeit nicht vergrößern. Du wirst dich nur sinnlos verausgaben.‹«

(Paulo Coelho aus seinem Buch »Handbuch des Kriegers des Lichts« Seite 15, erschienen im Diogenes Verlag)

1. April 2019:

»Die Bedrohung durch den Antiintellektualismus war eine Konstante, die sich durch unser politisches und kulturelles Leben zieht, genährt durch die falsche Annahme, dass Demokratie bedeutet: ›Meine Ignoranz ist genauso viel wert wie Dein Wissen.‹«
(Isaac Asimov; Professor für Biochemie, Sachbuchautor, Science-Fiction-Schriftsteller; Quelle, Newsweek 21.1.1980 »A Cult of Ignorance«)

4. April 2019:

»Arbeit, die ewige Last, ohne die alle übrigen Lasten unerträglich würden.«
(Klaus Mann, * 18.11.1906 † 21.05.1949)

14. Mai 2019:

»Für die Dadaisten gilt es, dem Zufallsprinzip, typisch für die Natur, zu folgen und gegen den Wunsch zu gehen, Ordnung zu erzwingen, typisch für den Menschen.«

»Pels dadaistes, cal seguir l’atzar, propi de la natura i anar contra el desig d’imposar ordre, propi dels humans. La imperfecció, l’espontaneïtat… Com a l’obra d’un altre dels fundadors del moviment #Dada, Jean Arp o a les instruccions de #Tzara per a elaborar poemes.«

(Biblioteca de Palafrugell; https://twitter.com/bibpalafrugell/status/1127969436961509381 http://archive.fo/lWSPY )

23. Mai 2019:

»Wissen muss für jeden Menschen gleich zugänglich sein!«

(Karl Werner Lothar Koch, aka Hagbard Celine; * 22. Juli 1965 in Hannover; † 23. oder 24. Mai 1989 in Ohof)

12. July 2019:

»Hast du mal eine angefaulte Banane in einen Obstteller gelegt und bemerkt was mit dem Rest der schönen Früchte geschieht? Sie verfaulen. Und so ähnlich ist das wenn du ein paar rechtsextreme Polizisten in deiner Hundertschaft hast.«

(hirtlitschka)

20. July 2019:

„Wenn wir uns schon mit einer Epoche abfinden müssen, in der die größere Wahrscheinlichkeit für ein vorzeitiges Lebensende steht, sollten wir doch wenigstens dafür sorgen, dass es einen Sinn hat zu sterben – gelebt zu haben.“

(Adam von Trott als 26 Jähriger im Jahre 1935)

26. August 2019:

»Es ist von jeher eine der wichtigsten Aufgaben der Kunst gewesen, eine Nachfrage zu erzeugen, für deren volle Befriedigung die Stunde noch nicht gekommen ist.«

(Walter Benjamin: Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit. Suhrkamp, Frankfurt 1980, 3. Auflage. Seite 500.)

28. Septemper 2019:

»Geistige Nahrung ist wie alle anderen Speisen auch – es ist angenehmer und bekömmlicher, sie mit einem Löffel zu sich zu nehmen anstatt mit einer Schaufel.«

(Die schreckliche deutsche Sprache von Mark Twain. Reclam 2018; Seite 61)

»Intellectual food is like any other; it is pleaseanter an more beneficial to take it with a spoon than with a shovel.«

(Die schreckliche deutsche Sprache von Mark Twain. Reclam 2018; Page 60)

11. November 2019:

»Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.«
(Friedrich Wilhelm Nietzsche * 15. Oktober 1844 in Röcken; † 25. August 1900)

18. November 2019:

»Die Rolle der Künstler*innen ist es, die Revolution unwiderstehlich zu machen.«
(Toni Cade Bambara; Zit. nach: Arielle Angel, Kunst im Ausnahmezustand, in: Jalta – Exile. Ein Kunstheft, Ausgabe N°5 1/2019, Seite 51.)

19. Dezember 2019:

»Alle Staatsgewalt geht vom Staats- und Verfassungsschutz aus. Sie wird vom Staats- und Verfassungsschutz in Manipulation und Folter und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.«

(Uli Eberhardt, im Dezember 2019, ziemlich angepisst)

08. January 2020:

»Natürlich hasst du die Freiheit den zusammengelogenen Dreck den dir Pressebullen diktieren zu schreiben, aber dann bist du eben kein Journalist, sondern ein kleinbürgerlicher Schreiberling der seinen Wanst ständig auf Schußhöhe hält.«

(Hirtlitschka, Januar 2020, Göttingen-Südstadt, in einem von der sprachlichen Gewalt eines André Breton übermannten Lebensmoment)

09. January 2020:

»Sprache ist eine Waffe. Haltet sie scharf. Wer schludert, der sei verlacht, für und für. Wer aus Zeitungswörtern und Versammlungssätzen seines dahinlabert, der sei ausgewischt, immerdar.«

(Kurt Tucholsky; Geboren am 9. Januar 1890 in Berlin; gelebt; gestorben am 21. Dezember 1935 in Göteborg)

14. January 2020:

»Wenn ein südniedersächsischer NeoNazi und steuerbare Vertrauensperson einer Handvoll abgehalfterter Lumpen und Schurken der örtlichen Politischen Polizei auf deinen polizeikritischen und antifaschistischen Blog verlinkt, das aber zu keinem Klick bei dir führt, weisst du wie fertig solche Braunbären sind.«

(hirtlitschka; 14. Januar, Göttingen)

17. January 2020:

»Ever tried, ever failed, no matter. Try again, fail again, fail better.«

(Samuel Beckett (born 13 April 1906 in Dublin – died 22 December 1989 in Paris) was an Irish novelist, playwright, short story writer, theatre director, poet, and literary translator.)

20. January 2020:

»Herr Eberhardt, sie können sehr gut argumentieren und das halte ich für gefährlich.«

(Dem Göttinger Vorsitzenden der DPolG zugeschriebener Satz; 2017)

21. January 2020:

»Wenn ich meinem Gedächtnis mißtraue — der Neurotiker tut dies bekannt­lich in auffälligem Ausmaße, aber auch der Normale hat allen Grund dazu —, so kann ich dessen Funktion ergänzen und versichern, indem ich mir eine schriftliche Aufzeichnung mache.«

(Sigmund Freud; Aus »Notiz über den Wunderblock«; 1924)

22. January 2020:

»Even at this late date, I go into my studio, and I think ‘Is this going to be it? Is it the end?’ You see, nearly everything terrorizes me. When an artist loses that terror, he’s through.«

(Robert Rauschenberg; American painter and graphic artist; born at October 22, 1925 – died May 12, 2008)

27. January 2020:

»Und wenn er auch nur noch die Kraft für eine einzige winzig kleine Bewegung hatte, auf die Freiheit hin, wie sinnlos und nutzlos diese Bewegung auch sein mochte, er wollte diese Bewegung doch noch gemacht haben.«

(Zitiert aus Anna Seghers Roman »Das siebte Kreuz«)

28. January 2020:

»Tanzt die Orange. Wer kann sie vergessen,
wie sie, ertrinkend in sich, sich wehrt
wider ihr Süßsein. Ihr habt sie besessen.
Sie hat sich köstlich zu euch bekehrt.«

(Rainer Maria Rilke, Die Sonette an Orpheus, Erster Teil, XV, Insel-Verlag, Leipzig 1923, S. 21)

4. Februar 2020:

»Art accepts no control, but may grow with support. Resistance cannot measure quality. It is an indicator of change within unexplored sights that can create a new day -a way of seeing or feeling the unfamiliar.

No law or joint agreement could accomplish anything but esthetic rot. We have smelt that stench before in countries attempting political muscle by inhibiting the creativity of the arts. This policy has been the downfall of the most aggressive powers.

Black Mountain College was a monument and model to education because Hitler was first afraid of the artist (Bauhaus). The job of the artist is to keep the individual mind open, discouraging a mass agreement on an enforced point of view.

Art is an experience designed to allow every individual to be and find themselves. The only eternal worldly communication between earthly cultures is art. This freedom is easier saved than re-created.«

(Robert Rauschenberg; Statement on art and obscenity, 1989; Manuscript 2 Pages; Rauschenberg Foundation)

5. Februar 2020:

»Dies frühzeitige Aufstehen«, dachte er, »macht einen ganz blödsinnig. Der Mensch muß seinen Schlaf haben. …«

(Franz Kafka; Die Verwandlung; Dezember 1915)

12. Februar 2020:

»Worte können sein wie winzige Arsendosen: sie werden unbemerkt verschluckt, sie scheinen keine Wirkung zu tun, und nach einiger Zeit ist die Giftwirkung doch da.«

(Victor Klemperer; LTI – Notizbuch eines Philologen)

14. Februar 2020:

»Es gibt im Leben Augenblicke, da die Frage, ob man anders denken kann, als man denkt, und auch anders wahrnehmen kann als man sieht, zum Weiterschauen und Weiterdenken unentbehrlich ist.«

(Michel Foucault; Philosoph, Historiker, Soziologe und Psychologe; geboren * 15. Oktober 1926 in Poitiers; gestorben 25. Juni 1984 in Paris)

15. Februar 2020:

»Wer als Landesinnenminister nichts gegen realen Hass tut, sondern diesen sogar unter dem Deckmantel der Versammlungsfreiheit von seiner Polizei beschützen lässt, soll vom virtuellen Hass besser schweigen.«

(hirtlitschka im Februar 2020, nachdem er bei netzpolitik sich über die neueste, reaktionäre Initiative des Landesinnenministers Boris Pistorius informiert hat: Der Identifizierungszwang für Gamer hat das Zeug zum Desaster)

18. Februar 2020:

»Jeder Tag an dem man malt ist ein guter Tag.«

»I believe, I believe every day is a good day when you paint.«

Bob Ross (Maler)

19. Februar 2020:

»One good thing about music, when it hits you, you feel no pain.«

Bob Marley (Musiker)

24. Februar 2020:

»NPD, DVU, Republikaner unterscheide ich nicht. Dies ist für mich alles rechtsradikaler Sumpf. Das hieße: Scheiße nach Geruch zu sortieren.«

(Gerhard Glogowski (SPD) der damalige Innenminister von Niedersachsen (später Ministerpräsident) am 12. Mai 1998.)

28. Februar 2020:

»Die Wiederholung ist das Gegenteil des logischen Gedankenganges. Also ist sie eine Form des Todes. Von dem Augenblick an wo ein Herr es nicht so macht wie die Anderen, ist er im Leben.«

(Marcel Duchamp, Maler und Objekt-Künstler; aus einem Portrait mit ihm 1963).

29. Februar 2020:

»Man ist in Deutschland allzu bereit, sich offenkundig zum Bösen zu bekennen, solange es so aussieht, als wollte diesem die Geschichte recht geben.«

(Thomas Mann)

2. März 2020:

»Hass und Verachtung bringen uns niemals näher. Auf dieser Welt ist Platz für jeden und Mutter Erde ist reich genug, um jeden von uns satt zu machen. Das Leben kann ja so erfreulich und wunderbar sein, wir müssen es nur wieder zu leben lernen! Die Habgier hat das Gute im Menschen verschüttet und Missgunst hat die Seelen vergiftet und uns im Paradeschritt zu Verderb und Blutschuld geführt. Wir haben die Geschwindigkeit entwickelt, aber innerlich sind wir stehen geblieben. Wir lassen Maschinen für uns arbeiten, und sie denken auch für uns. Die Klugheit hat uns hochmütig werden lassen und unser Wissen kalt und hart, wir sprechen zu viel und fühlen zu wenig, aber zuerst kommt die Menschlichkeit und dann die Maschinen. Vor Klugheit und Wissen kommt Toleranz und Güte! Ohne Menschlichkeit und Nächstenliebe ist unser Dasein nicht lebenswert.«

(Charlie Chaplin im Film »Der Große Diktaor« in seiner Rolle als jüdischer Friseur der mit dem Diktator Anton Hynkel verwechselt wurde und eine Rede halten sollte. Ganze Abschlussrede inkl. Analyse bei Lyrikschadchen.)

6. März 2020:

»Schokolade ist fassbar, greifbar und vor allem essbar gewordenes Glücksgefühl.«

(Wim Wenders; Regisseur)

7. März 2020:

»Der Künstler steht nie höher als sein Milieu und die Gesellschaft derjenigen, die ihn bejahen. Denn sein kleiner Kopf produziert nicht den Inhalt seiner Schöpfungen, sondern verarbeitet (wie ein Wurstkessel Fleisch) das Weltbild seines Publikums.«

(George Grosz / John Heartfield; Der Kunstlump)

9. März 2020:

»Öffentliche Kontrolle und gegebenenfalls Kritik an Politikern ist in der Demokratie nicht nur berechtigt, sondern unerläßlich.«

(Rita Süssmuth; 1988 bis 1998 Präsidentin des Deutschen Bundestages)

12. März 2020:

»Die einzige Art, gegen die Pest zu kämpfen, ist die Ehrlichkeit.«

(Albert Camus; Schriftsteller und Philosoph.)

14. März 2020:

»Karl Marx, der sich von seiner Frau Jenny die Hemden bügeln und stärken lies, bemerkte irgendwo¹, dass ›Hegel irgendwo bemerkte, dass alle großen weltgeschichtlichen Tatsachen und Personen sich so zu sagen zweimal ereignen. Er hat vergessen hinzuzufügen: das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce.‹«

¹ Karl Marx: Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte. 2. Aufl. Hamburg, 1869. http://www.deutschestextarchiv.de/book/view/marx_bonaparte_1869?p=13

17. März 2020:

»Man vergisst vielleicht, wo man die Friedenspfeife vergraben hat. Aber man vergisst niemals, wo das Beil liegt.«

(Mark Twain; Amerikanischer Schriftsteller, Humorist, Unternehmer, Verleger und Dozent)

18. März 2020:

»Yes, I am a criminal. My crime is that of curiosity. My crime is that of judging people by what they say and think, not what they look like. My crime is that of outsmarting you, something that you will never forgive me for.«

(Loyd Blankenship, aka The Mentor; amerikanischer Hacker und Autor. Aus The Hacker Manifesto zitiert.)

23. März 2020:

»Was immer auch geschieht – nie sollst Du so tief sinken, von dem Kakao, durch den man Dich zieht, auch noch zu trinken.«

(Erich Kästner)

24. März 2020:

»Und weil der Mensch ein Mensch ist, drum braucht er was zu fressen, bitte sehr! Es macht ihn ein Geschwätz nicht satt, das schafft kein Fressen her.«

(Musik: Hanns Eisler; Original-Text: Bertolt Brecht, hier nach Ton Steine Scherben)

25. März 2020:

»Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, und wenn er doch die Wahrheit spricht.«

(Gaius Iulius Phaedrus, ein von Augustus freigelassener Sklave und römischer Fabeldichter)

26. März 2020:

»Wer sich nicht bewegt, spürt seine Fesseln nicht.«

(Rosa Luxemburg)

3. April 2020:

»Es fängt bei scheinbar Äusserlichem an. Bei den Künstlern ist man es gewöhnt, dass sie ein Leben führen, wie es ihnen passt – und die Bürger drücken ein Auge zu. Wenn aber eine Frau das gleiche tut, dann sperren sie alle Augen auf. Das und viel anderes mehr muss man in Kauf nehmen. Ja, ich möchte sogar sagen, dass man als Frau die Verpflichtung hat, durch seine Lebensführung zu beweisen, dass man die Tabus, mit welchen die Frauen seit Jahrtausenden in einem Zustande der Unterwerfung gehalten wurden, als nicht mehr gültig ansieht. Die Freiheit wird einem nicht gegeben, man muss sie nehmen.«

(Meret Oppenheim bei der Preisverleihung des Kunstpreises der Stadt Basel, 1975. Ganze Rede)

8. April 2020:

»Der schwache Staat, seine Verneigungen vor dem Extrem Rechten macht der Staatsschutz durch Infiltration antifaschistischer Zivilcourage, der Staatsanwalt mit Einstellungen und der Richter mit läppischen Tagessätzen.«

(Uli, 8. April 2020, Göttingen; Doku Die Story im Ersten: Der schwache Staat 45 Minuten)

9. April 2020:

»Eine Maske erzählt uns mehr als ein Gesicht.«

(Oscar Wilde)

10. April 2020:

»Man mag das Problem des Erotischen anfassen wo man will, stets behält man die Empfindung, es höchst einseitig getan zu haben. Am allermeisten aber wohl dann, wenn es mit Mitteln der Logik versucht wurde: also von seiner Außenseite her.«

(Lou Andreas-Salomé; Schriftstellerin, Erzählerin, Essayistin und Psychoanalytikerin)

16. April 2020:

Die Raddadistenmaschine

»Die Raddadistenmaschine ist für dich bestimmt. Sie ist durch eigenartige Zusammenstellung von Rädern, Achsen und Walzen mit Kadavern, Salpetersäure und Merz so konstruiert, daß du mit vollem Verstand hineingehst und vollständig ohne Verstand herauskommst. Das hat große Vorteile für dich. Lege dein Bargeld in einer Raddadistenkur an, du wirst es nie bereuen, du kannst überhaupt nicht mehr bereuen nach der Kur. Ob du reich oder arm bist, ist gleichgültig, die Raddadistenmaschine befreit dich sogar von dem Geld an sich. Als Kapitalist gehst du in den Trichter, passierst mehrere Walzen und tauchst in Säure. Dann kommst du mit einigen Leichen in nähere Berührung. Essig tröpfelt Kubismus dada.

Dann bekommst du den großen Raddada zu sehen. (Nicht den Präsidenten des Erdballs, wie viele annehmen.) Raddada strahlt von Witz und ist bespießt mit einigen 100000 Nadelspitzen. Nachdem du dann hin und hergeschleudert bist, liest man dir meine neuesten Gedichte vor, bis du ohnmächtig zusammenbrichst. Dann wirst du gewalkt und raddadiert, und plötzlich stehst du als neu frisierter Antispießer wieder draußen. Vor der Kur graut dir vor dem Nadelöhr, nach der Kur kann dir nicht mehr grauen. Du bist Raddadist und betest zu der Maschine voll Begeisterung. – Amen.«

(Kurt Schwitters)

17. April 2020:

»Die Maschine ist kein denkendes Wesen, sondern lediglich ein Automat, der nach Gesetzen handelt, die ihm auferlegt wurden.«

(Ada Lovelace; 10. Dezember 1815 – † 27. November 1852; Erste Programmiererin)

18. April 2020:

»Twitter. Das Methadon unter den Kurznachrichtendiensten. High macht es nicht, hält aber brav bei der Stange und ein Nachrichtendienst im eigentlichen Sinne ist es auch: manipulativ, zensiert und erzieherisch.«

(hirtlitschka 2020, der die Schnauze voll hat, wie sich manche ihr Gedächtnis kurz rasieren lassen.)

26. April 2020:

»Der HERR ist mein Hirte,
mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue
und führet mich zum frischen Wasser.
Er erquicket meine Seele.
Er führet mich auf rechter Straße
um seines Namens willen.
Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,
fürchte ich kein Unglück;
denn du bist bei mir,
dein Stecken und Stab trösten mich.
Du bereitest vor mir einen Tisch
im Angesicht meiner Feinde.

Du salbest mein Haupt mit Öl
und schenkest mir voll ein.
Gutes und Barmherzigkeit
werden mir folgen mein Leben lang,
und ich werde bleiben
im Hause des HERRN immerdar.
«

(Psalm 23)

28. April 2020:

»Die Existenz zahlreicher Techniken und Institutionen, die der Messung, Kontrolle und Besserung der Anormalen dienen, hält die Disziplinierungsverfahren am Leben, die einst von der Furcht vor der Pest herbeigerufen worden sind.«

(Michel Foucault in »Überwachen und Strafen – Die Geburt des Gefängnisses« Kapitel III. Diziplin, 3. Der Panoptismus,« Seite 256 Suhrkamp Verlag; 1977)

3. Mai 2020:

»Was würde es den Steuerzahler kosten, wenn ein Sachbearbeiter des Staatsschutzes, angesetzt auf einen Literaten, auch noch Bücher lesen müsste!«

(Max Frisch; »Ignoranz als Staatsschutz?«, Erste Auflage 2015, Suhrkamp Verlag, Seite 43.)

6. Mai 2020:

»Von der Mehrzahl der Werke bleiben nur die Zitate übrig. Ist es dann nicht besser, von Anfang an nur die Zitate aufzuschreiben?«

(Stanislaw Jerzy Lec)

7. Mai 2020:

»Ich begebe mich in die Position desjenigen,der etwas macht, und nicht mehr in die Lage dessen, der über etwas spricht: Ich untersuche kein Produkt, ich übernehme eine Produktion; ich hebe den Diskurs über den Diskurs auf; die Welt kommt nicht mehr als Objekt zu mir, sondern in der Form einer Schreibweise, mithin einer Praxis: ich gehe zu einem anderen Typus von Wissen über (dem Wissen des Amateurs), und genau hierin bin ich methodisch.«

Roland Barthes: Das Rauschen der Sprache. Frankfurt/Main 1992: Seite 32

8. Mai 2020:

»Die Forderung, dass Auschwitz nicht noch einmal sei, ist die allererste an Erziehung. Sie geht so sehr jeglicher anderen voran, dass ich weder glaube, sie begründen zu müssen noch zu sollen.«

(Theodor W. Adorno in Erziehung nach Auschwitz. (1966) In: ders.: Erziehung zur Mündigkeit, Vorträge und Gespräche mit Hellmuth Becker 1959 – 1969. Herausgegeben von Gerd Kadelbach. Frankfurt am Main 1970, S. 92–109.)

9. Mai 2020:

»Die beste Methode, um Informationen zu bekommen, ist die, selbst welche zu geben.«

(Niccolò Machiavelli)

12. Mai 2020:

»Die Polizei verfolgt offensichtlich ihre eigene politische Agenda indem sie mit aller Härte gegen Aktivisten wie uns durchgreift.«

»Obviously, the police have their own political agenda, which is to crack down on activists like us.«

(Joshua Wong, Studentenaktivist; Für den chinesischen Staat ist Joshua Wong ein Extremist)

13. Mai 2020:

»Moderne Geschichte sollte man nur mit dem Bleistift schreiben.«

Golda Meir

17. Mai 2020:

»The male claim that females find fulfillment through motherhood and sexuality reflects what males think they’d find fulfilling if they were female.«

(Valerie Solanas)

18. Mai 2020:

»We’re changing our ways, taking different roads, and love will tear us apart again.«

Ian Kevin Curtis; geboren 15. Juli 1956 in Stretford; gestorben 18. Mai 1980 in Macclesfield; er war Sänger, Gitarrist und Songwriter der britischen Band Joy Division.

19. Mai 2020:

»NPD, DVU, Republikaner unterscheide ich nicht. Dies ist für mich alles rechtsradikaler Sumpf. Das hieße: Scheiße nach Geruch zu sortieren.«

Gerhard Glogowski, SPD; 1990 bis 1998 Niedersächsischer Innenminister.

24. Mai 2020:

»Klemperer, Mühsam, Zweig, Benjamin und wie sie alle hießen, hatten nicht die Reichweite wie Goebbels Propagnda. Von daher bin ich relativ gechillt, dass ich kein Influenzer bin.«

(hirtlitschka; 2020)

28. Mai 2020:

»La liberté artistique n’est pas du tout méconnaissante des lois. La liberté d’imagination n’est pas une fuite dans l’irréel, elle n’est pas une évasion, elle est audace, invention.«

(Eugène Ionesco; un dramaturge et écrivain roumano-français.)

2. Juni 2020:

»Die Bewegung 2. Juni betrachten, heißt auch linken Antisemitismus begegnen. Den Kampf ums Paradies zum Gelingen zu führen, kann nicht ohne Aufarbeitung des Gestern geschehen.«

(hirtlitschka)

3. Juni 2020:

»Immer wenn der NeoNazi Dieter R. einen Aufmarsch durchführt, freut sich in einem niedersächsischen Keller ein V-Mann-Führer.«

(Uli)

4. Juni 2020:

»Man ist immer auf Kosten eines anderen frei.«

(Albert Camus)

5. Juni 2020:

»Das Schicksal von Nazis ist mir komplett gleichgültig; ob sie hungern, frieren, bettnässen, schlecht träumen usw. geht mich nichts an. Was mich an ihnen interessiert, ist nur eins: daß man sie hindert, das zu tun, was sie eben tun, wenn man sie nicht hindert: die bedrohen und nach Möglichkeit umbringen, die nicht in ihre Zigarettenschachtelwelt passen.«

(Wiglaf Droste; Autor, Sänger und Satiriker. Quelle: ARRANCA Nr. 3 * Winter ’93/’94)

6. Juni 2020:

»Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) ist sozusagen der Hans-Georg Maassen unter den Gewerkschaften.«

(hirtlitschka)

7. Juni 2020:

»Der Menschgewordene lebt vor, was es heißt, Mensch zu werden.«

Lukas Pieper; Vikar, Kreuzkirche Göttingen; Quelle: [Kreuzweise] Impuls zur Mitte der Woche

12. Juni 2020:

»›Wir dulden in Niedersachsen keinen Extremismus – egal, wo er herkommt‹, leierte der Innenminister Pistorius nach einem Anschlag durch extreme Rechte herunter, doch selbt nicht bereit den Lumpen und Schurken im Amt die Grenzen aufzuzeigen.«

(hirt)

13. Juni 2020:

»Wer sich mit der Hamas trifft, nachrichtendienstliche Arbeit von Iraner*innen in seinem Bundesland nicht aufdeckt und antisemitische Demonstrationen als Israelkritik verharmlost, sollte von Extremismus besser schweigen.«

(hirt)

15. Juni 2020:

»Wir dürfen ihm nicht zu sehr helfen. Wir können ihm eine Tür aufmachen, durchgehen muss er selber.«

Aus der Fernsehserie »Timm Thaler oder Das verkaufte Lachen« von 1979, nach dem gleichn. Roman von James Krüss.

17. Juni 2020:

»›Satire muss immer auch nach Satire klingen, sonst direkt Anzeige‹ – Kurt Tucholsky«

(Leo Fischer; Quelle)

18. Juni 2020:

»Es wird keine Jagd auf Linke gemacht. Definitiv nicht.«

(Göttinger Polizeipräsident Uwe Lührig; Mai 2017 im Interview bei ‘Von Wegen’)

Anmerkung hirtlitschka: Dann sollte er mal seinen Fiffi von der DPolG an die Kette legen.

19. Juni 2020:

»
You chuck it on that one
You chuck it on this one
You chuck it on your mother and
You chuck it on your father
You chuck it on your brother and
You chuck it on your sister
You chuck it on that one and
You chuck it on me
«

(Bad Boys from Inner Circle; 1987)

20. Juni 2020:

»Sollten jemals Krätzemilben im Göttinger Ostviertel ausbrechen und dann vor der abgeriegelten Siedlung Polizei mit kläffenden Hunden Spalier laufen, dann wisst ihr, wer sich das gewünscht hat.«

(hirtlitschka)

22. Juni 2020:

»Quarantäne in Göttingen, dass bedeutet wohl auch Informationskontrolle durch vier Gewalten die eigentlich von einander getrennt sein sollten. Das teuflische, antidemokratische Spiel nimmt seinen Lauf.«

(Uli, nachdem er weiß, dass Behörden in Göttingen über Leichen gehen)

23. Juni 2020:

»Würden mich die DPolG Heiopei vom örtlichen Staatsschutz nicht ständig penetrieren, könnte ich viel mehr und konzentrierter gegen Antisemitismus informieren. Zeit das man denen die Leviten liest und ein für alle mal klar macht, was Staatsresäson ist!«

(hirt)

25. Juni 2020:

»Die Aufgabe von Kunst ist nicht die Zelle zu verschönern. Kunst soll entfesseln, sie muss Ketten sprengen.«

(hirtlitschka, nachdem er schöne Kunst betrachtet hat)

29. Juni 2020:

»Arbeiten! Rausch! Gehirn zerschmettern! Kauen, fressen, schlingen, zerwühlen! Wonnevolle Schmerzen des Gebärens! Krachen des Pinsels, am liebsten Durchstoßen der Leinwände. Zertrampeln der Farbtuben. Körper? Nebensache. Gesundheit desselben? Kann man erzwingen. Es gibt keine Krankheit! Nur die Arbeit und nochmal sei’s gesagt, gesegnete Arbeit! Malen! Wühlen in Farben. Wälzen in Klängen! …«

(Max Pechstein, Maler und Grafiker)

30. Juni 2020:

»Wenn ich mein Büro verlasse, betrete ich Feindesland«

(Fritz Bauer; Jurist; 16. Juli 1903 – 1. Juli 1968)

1. July 2020:

»Gut möglich das in dem Moment als Fritz Bauer in seiner Badewanne dem Leben entschwand, bei meiner Mum die Fruchtblase platzte. Kurz danach war ich da.«

(U. Eberhardt)

3. July 2020:

»Eines ist gewiss, ›dass Auschwitz nicht noch einmal sei‹, davor schützt uns der Staatsschutz nicht. Und die Politische Polizei in Göttingen sogar ganz im Gegenteil«

(hirtlitschka)

4. July 2020:

»Wenn aber eine lange Reihe von Mißbräuchen und Übergriffen, die stets das gleiche Ziel verfolgen, die Absicht erkennen läßt, sie absolutem Despotismus zu unterwerfen, so ist es ihr Recht, ist es ihre Pflicht, eine solche Regierung zu beseitigen und sich neue Wächter für ihre zukünftige Sicherheit zu bestellen.«

Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten; 4. July 1776.

»But when a long train of abuses and usurpations, pursuing invariably the same Object evinces a design to reduce them under absolute Despotism, it is their right, it is their duty, to throw off such Government, and to provide new Guards for their future security.«

The Unanimous Declaration of The Thirteen United States of America; July 4, 1776.

5. July 2020:

»Si je préfère les chats aux chiens, c’est parce qu’il n’y a pas de chat policier.«

»Die Überlegenheit der Katze über den Hund zeigt sich darin, dass es keine Polizeikatzen gibt.«

Dem am 5. Juli 1889 in Paris geborenen, Schriftsteller, Regisseur und Maler Jean Cocteau zugeschriebenes Zitat.

6. July 2020:

»Werft eure Unterhosen weg und folgt uns auf Twitter!«

(Peter ‘Scharfrichter’ Walther; Göttingen; Aus Etüde für 3 Stimmen & 1 Chor entnommen)

Oder:

»O victory forget you’re underwear we’re free.«

(Allen Ginsberg)

7. July 2020:

»Talentierte Fotograf*innen, erkenne ich daran, dass sie es verstehen, NeoNazis und andere Typen, so abzulichten, dass man deren geistigen Zustand erkennt.«

(hirtlitschka. Beispiel)